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Neue Infos im Auftragsvergabemonitor

Neue Auftragsvergaben im Auftragsvergabemonitor

Datum der Vergabe Ort der Ausführung Auftraggeber Auftragnehmer Auftragssumme
25.03.2020 26135 Oldenburg Verpflegungsamt der Bundeswehr Oldenburg Details
25.03.2020 12101 Berlin Der Polizeipräsident in Berlin SE Fin 5 Wattana GmbH Details
25.03.2020 78183 Hüfingen Stadt Hüfingen Details
23.03.2020 13407 Berlin Vivantes - Netzwerk für Gesundheit GmbH Stryker GmbH & Co. KG Details
20.03.2020 12101 Berlin Der Polizeipräsident in Berlin SE Fin 5 Farmingtons Automotive GmbH Details
25.03.2020 93138 Lappersdorf Staatliche Feuerwehrschule Regensburg GRAETZ Strahlungsmeßtechnik GmbH 110 778.00 EUR Details
25.03.2020 93053 Regensburg Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz Anstalt des öffentlichen Rechts Götz-Gebäudemanagement RSL GmbH & Co KG 463.30 EUR Details
24.03.2020 88400 Biberach Kreishandwerkerschaft Biberach Hoffmann Göppingen Qualitätswerkzeuge GmbH & Co.KG 47 129.00 EUR Details
20.03.2020 14480 Potsdam Zentraldienst der Polizei des Landes Brandenburg Kontaktstelle Vergabe- und Vertragsmanagement Bechtle GmbH IT-Systemhaus Berlin 3 563 403.00 EUR Details
09.03.2020 93055 Regensburg Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz Details

 

 

Stichwort:

 

 

Hamburg: 26 % Preissteigerung in 2019 für neue Eigentumswohnungen


Ein Bericht der Immobilienzeitung vom 5.3.2020 zeigt, dass die Immobilienpreise in Hamburg bislang unerreichte Höhen erreicht haben. Um 26 % sind die Preise neuer Eigentumswohnungen im Jahr 2019  auf 6 980 €/qm gestiegen. Auffallend ist dabei, daß das Angebot um 300%  an neuen ETW  welche über 10 000 Euro pro qm kosten gestiegen ist. Die höchstn Preise wurden mit 22 000 €/qm in Hamburg erzielt. In den 23 meistgefragten Stadtteilen ist der Durchschnittspreis um 22 % auf 8650 €/qm gestiegen, wobei die Hafencity mit 12 510 €/qm am teuersten ist, während Billstedt mit 3 680 €/qm am günstigsten ist.

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Landeshauptstadt München läßt künftig nur noch elektronische Angebote zu


Das Kommunalreferat der Landeshauptstadt München hat in u.a. Schreiben angekündigt, künftig nur noch elektronische Angebote zuzulassen und fordert Bieter an aktuellen Vergabeverfahren auf, nicht mehr zur Submission zu erscheinen. Der Originaltext ist hier abgedruckt:

Corona-PandemieEinreichung schriftlicher Angebote, Teilnahme an Eröffnungsterminen

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration hat mit Bekannt- machung vom 16.03.2020 das Vorliegen einer Katastrophe im Freistaat Bayern gemäß Art. 4 Abs. 1 Satz 1 des Bayerischen Katastrophenschutzgesetzes (BayKSG) festgestellt (Az. D4-2257-3-35; BayMBl. 2020 Nr. 115). Dies wird damit begründet, dass sich die Corona-Pandemie weltweit und auch in Bayern rasch ausbreitet und Leben und Gesundheit einer Vielzahl von Menschen im gesamten Staatsgebiet Bayerns gefährdet.
Diese Situation gebietet verantwortungsvolles Handeln auch bei der Durchführung derjenigen Vergabeverfahren gemäß Abschnitt 1 der VOB/A, in denen das Submissionsbüro neben elektronischen auch schriftliche Angebote zugelassen hat (ob dies der Fall ist, entnehmen Sie für das jeweilige Vergabeverfahren der jeweiligen Aufforderung zur Angebotsabgabe). Infektionsrisiken können bei solchen Verfahren für alle Beteiligten (Bieterinnen und Bieter, Postlauf, Auftraggeber) reduziert werden, wenn Bieterinnen und Bieter von dem Versand und der Einreichung schriftlicher Angebote sowie der Teilnahme an Eröffnungsterminen absehen und Ihre Angebote stattdessen ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform der Landeshauptstadt München einreichen.
Bei einer Änderung der Vergabeunterlagen während der laufenden Angebotsfrist müsste in der eVergabe-Anwendung eine neue elektronische Version der Vergabeunterlagen erzeugt werden. Zu Ihrer Arbeitserleichterung sehen wir daher in bereits veröffentlichten Vergabever-fahren vorerst davon ab, die Vergabeunterlagen dahingehend zu ändern, dass ab sofort keine schriftlichen Angebote mehr zugelassen werden. Wir bitten Sie dennoch, wie folgt vorzugehen:
- Bitte reichen Sie Ihre Angebote bevorzugt elektronisch über die Vergabeplattform der Landeshauptstadt München und nicht schriftlich ein. Hinweis: Verwenden Sie für die Angebotsabgabe die dafür vorgesehene Funktion des Bietercockpits. Verwenden Sie NICHT die Funktion „Nachrichten“ des Bietercockpits und reichen Sie das Angebot NICHT per E-Mail oder per Fax ein, da das Angebot in diesen Fällen unverschlüsselt bei uns eingeht.
- Bitte sehen Sie nach Möglichkeit davon ab, selbst an Eröffnungsterminen teilzunehmen oder Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder Beauftragte dorthin zu senden. Über das Ergebnis des Eröffnungstermins werden Sie von uns wie bisher unverzüglich und unaufgefordert informiert.
- Wir behalten uns vor, den Zutritt zu Eröffnungsterminen gegebenenfalls kurzfristig zu beschränken (z.B. auf eine Höchstzahl an Bieterinnen und Bietern) oder Eröffnungster-mine zu verlegen, sofern dies zur Vermeidung oder Verringerung von Infektionsrisiken geboten ist.
Seite 2
- Das Submissionsbüro wird in künftigen Vergabeverfahren bis auf Weiteres nur noch elektronische Angebote zulassen. Für Unternehmen, die bislang schriftliche Angebote abgegeben haben, ist es daher sinnvoll, sich nun mit der eVergabe-Plattform der Landeshauptstadt München vertraut zu machen.
Für diese Maßnahmen bitten wir um Verständnis.
Mit freundlichen Grüßen
I.A.
Landeshauptstadt München
Kommunalreferat
Recht und Verwaltung
Zentrale Dienste
Submissionsbüro
18.03.2020

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Zollernalbbahn soll elektrifiziert werden


Die Strecke der Zollernalbbahn von Albstadt nach Sigmaringen soll elektrifiziert werden. Einen entsprechenden Vertrag zur Planung haben der Landkreis und die Deutsche Bahn nun geschlossen.

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Bundesregierung: Umsetzung des Masterplans Ladeinfrastruktur der Bundesregierung und aktueller Stand der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge


In Deutschland sind Anfang Dezember 2019 nach Angaben der Bundesnetzagentur 22.031 öffentliche Ladepunkte (19.716 Normalladepunkte und 2.315 Schnellladepunkte) für Elektrofahrzeuge in Betrieb gewesen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (19/16330) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/15834) hervor. 4.136 Normalladepunkte und 449 Schnellladepunkte befinden sich der Antwort zufolge in Bayern, 3.754 Normalladepunkte und 190 Schnellladepunkte in Nordrhein-Westfalen und 2.922 Normalladepunkte sowie 454 Schnellladepunkte in Baden-Württemberg.

Auf die Frage, wie viele der 100.000 Ladepunkte, die nach der Zielsetzung des Koalitionsvertrags zwischen CDU, CSU und SPD "bis 2020 zusätzlich verfügbar" sein sollen, mittlerweile zusätzlich verfügbar sind, heißt es in der Antwort: Bei den 100.000 Ladepunkten aus dem Koalitionsvertrag handle es sich sowohl um öffentlich zugängliche als auch private Ladepunkte. Da zu den privaten Ladepunkten keine Erhebungen vorliegen, könne hierzu keine Aussage getroffen werden, schreibt die Regierung.

Zur Frage, wie sich die eine Million öffentlich zugänglichen Ladepunkte, die entsprechend der Ankündigung im Masterplan Ladeinfrastruktur bis 2030 errichtet sein sollen, auf die Bundesländer verteilen, heißt es in der Vorlage: Eine vorab fixierte Verteilung der angekündigten öffentlich zugänglichen Ladepunkte auf die jeweiligen Länder werde nicht angestrebt. Fokus sei vielmehr ein bedarfsgerechter und flächendeckender Ausbau der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur in Deutschland. Hierfür habe das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) als gemeinsame Planungsgrundlage das "StandortTOOL" im September 2019 veröffentlicht, welches den zusätzlichen Ladebedarf für die Jahre 2022 und 2030 zeige. Die Ermittlung des künftigen Bedarfs erfolge auf Basis von Verkehrsströmen, sozioökonomischer Daten sowie Nutzer- und Raumstrukturen, schreibt die Regierung.



Anlage: BT-Drucksache 19/15384

Quelle: hib- heute im Bundestag Nr.73


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¦koda Transportation liefert Straßenbahnen nach Bonn


Škoda Transportation hat gestern (16.12.2019) bekanntgegeben, die Ausschreibung für die Lieferung von Straßenbahnen für die Verkehrsbetriebe der Stadt Bonn gewonnen zu haben. Das Pilsner Unternehmen liefert insgesamt 26 moderne 100%-Niederflurfahrzeuge von der Plattform ForCity Smart mit einer Option auf zwölf weitere Fahrzeuge. Ein wichtiger Teil des Auftrages sind exklusive Lieferungen von Ersatzteilen für die Dauer von 25 Jahren. Das Gesamtvolumen des Auftrags kann somit fast 4 Mrd. CZK (160 Mio. EUR) erreichen. Die ersten Straßenbahnen sollen 2022 ausgeliefert werden. Die Fahrzeuge sind 30 m lang und bieten Platz für 180 Fahrgäste. (wkz/cm)

Quelle: RailBusiness 17.12.2019


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Finanzierung batterieelektrischer Züge Chemnitz - Leipzig ist gesichert


Die Finanzierung hochmoderner batterieelektrischer Züge durch ein Bankenkonsortium ist gesichert, gab der VMS heute (17.12.2019) bekannt. VMS-Geschäftsführer Dr. Harald Neuhaus unterschrieb jetzt den Finanzierungsvertrag über 49 Mio. Euro. Bereits Ende November hatte der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) 13 Mio. EUR bereitgestellt. Noch in diesem Jahr können die Batteriezüge beim Hersteller Alstom bestellt werden. Ein Bescheid für Fördermittel durch den Freistaat Sachsen in Höhe von rund 7,5 Mio. EUR wird noch erwartet. Ab Ende 2023 werden insgesamt elf batterieelektrische Züge auf der 81 km langen Strecke zwischen Chemnitz und Leipzig verkehren. Die Fahrten auf der zurzeit nichtelektrifizierten Strecke erfolgen im Batteriebetrieb. Jeweils in Chemnitz und Leipzig werden die Batterien aufgeladen. Da die Züge bereits mit Stromabnehmern ausgerüstet sind, können sie nach der Elektrifizierung ohne Umrüstung weiterfahren. (wkz/cm)

Quelle: RailBusiness 17.12.2019


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ÜSTRA Hannover : 400-Mio-Euro-Investitionsprogramm beschlossen


In den nächsten fünf Jahren wird die Üstra Hannover rund 400 Mio Euro in den Ausbau und die Modernisierung des Betriebs investieren. 246 Mio Euro sind für neue Fahrzeuge vorgesehen, 63 Mio Euro fließen in die Betriebshöfe und die Leitstelle, 26 Mio Euro in die Streckenausrüstung und 12 Mio Euro in Fahrgastserviceeinrichtungen. Hinzu kommen noch Gelder für die Erweiterung des Streckennetzes und den Bau von Hochbahnsteigen. (jb)

Quelle: NaNa Ticker  16.12.2019


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Förderprogramm "Klimaschutz plus" des Landes Baden-Württemberg für Kommunen, Unternehmen, Kirchen und Vereine


Ab sofort können sich Kommunen, Unternehmen, kirchliche Einrichtungen und Vereine wieder beim Förderprogramm „Klimaschutz-Plus“ bewerben. Das Programm fördert Projekte zur Energie- und CO2-Einsparung, zur Steigerung der Energieeffizienz in Gebäuden sowie zur Beratung, Information und Bildung im Bereich Klimaschutz.

Quelle: newsletter@baden-wuerttemberg.de  6.12.2019


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Baden-Württemberg: Gegen Mindestabstände von Windkraft­anlagen und Wohnbebauung


Auf Initiative von Baden-Württemberg haben sich die Umweltministerinnen und Umweltminister der Länder gegen bundesweit geltende Mindestabstände zwischen Windkraftanlagen und Wohnbebauung ausgesprochen.

Die Umweltministerinnen und Umweltminister der Länder haben sich mit einem Beschluss einstimmig gegen bundesweite Mindestabstände zwischen Windkraftanlagen und Wohnbebauung ausgesprochen. Damit lehnen sie auch den aktuellen Vorschlag des Bundeswirtschaftsministers und die Festlegung des sogenannten Klimakabinetts ab, pauschal einen Mindestabstand von 1000 Metern zur nächsten Wohnbebauung vorzuschreiben.

Die bundesweite Festlegung eines Abstands für Windkraftanlagen zur Wohnbebauung stellt „ein falsches Signal für den aktuell ohnehin fast zum Erliegen gekommenen Ausbau der Windenergie an Land“ dar, heißt es in dem Beschluss. Die Umweltministerkonferenz fordert die Bundesregierung deshalb auf, generell auf die bundesweite Vorgabe von Abstandsregelungen zu verzichten.

Beschluss auf Initiative Baden-Württembergs

„Das ist eine klare und wichtige Botschaft an die Bundesregierung und ein starkes Signal der Einigkeit der Länder“, sagte Umweltminister Franz Untersteller, auf dessen Initiative der Beschluss zurückgeht. „Die Länder wissen um die Bedeutung des Windenergieausbaus für Energiewende und Klimaschutz. Und sie erwarten von der Bundesregierung eine Politik, die dieser Bedeutung gerecht wird.“

Untersteller sagte weiter, er sei zuversichtlich, dass die Bundesregierung die Kritik am Mindestabstand, die von Politik, Wirtschaft und Naturschutzverbänden gleichermaßen komme, ernst nehme. „Die Windkraft an die Wand zu fahren – das kann nicht der Weg sein, wenn wir Klimaschutz ernst nehmen.“

Quelle: Pressemitteilung Land Badn-Württemberg 19.11.2019




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Deutscher Windkraftausbau fällt ins Bodenlose


Die ersten neun Monate des Jahres 2019 sind die zubauschwächsten für die Windenergie seit 20 Jahren, wie neue Zahlen der Fachagentur Windenergie an Land belegen. Gerade einmal 148 neue Anlagen mit 507 MW sind in diesem Zeitraum im Land des einstigen Ökostrompioniers Deutschland ans Netz gegangen.

Der Windkraftausbau in Deutschland ist im Jahr 2019 ins Bodenlose abgestürzt – und ein Ende ist derzeit nicht absehbar. Bereits die Zahlen zur Jahresmitte lagen mit nur 87 neu errichteten Anlagen weit unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre und auch unter Hinzunahme der Monate bis September sehen die Zahlen nicht viel besser aus.

Gerade einmal 148 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 507 MW sind in den ersten drei Quartalen in Deutschland ans Netz gegangen. Damit liegt die neu installierte Anlagenleistung 82 Prozent unter dem durchschnittlichen Zubau in den jeweils ersten drei Quartalen der vorangegangenen fünf Jahre, wie die Fachagentur für Windenergie an Land in ihrem neuesten Bericht zeigt.

Die meisten Windturbinen wurden mit 36 Anlagen in Niedersachsen errichtet, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 21 Anlagen sowie Brandenburg mit 19 WEA. Überhaupt keinen Zubau gab es in den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg sowie im Saarland.

Die Gründe dafür sind vielfältig. Doch das Hauptproblem liegt nach wie vor in der Umstellung des Systems auf Ausschreibungen und hier insbesondere in der Zuschlagssituation im Ausschreibungsjahr 2017, in dem über 90 Prozent der Förderzusagen an immissionsschutzrechtlich noch nicht genehmigte Windprojekte gingen.

Auch die mangelnde Rückendeckung durch die Politik insgesamt belastet die Branche massiv. Vom viel beachteten Windkraftgipfel bleibt nicht mehr als ein Aktionsplan des Bundeswirtschaftsministers Peter Altmaier, dessen genaue Ausgestaltung und Umsetzung in den Sternen steht.

Stattdessen wurden dem weiteren Ausbau durch das von der Bundesregierung beschlossene ‚Klimapaket‘, das diesen Namen nicht verdient, noch mehr Steine in den Weg gelegt. Dazu zählt eine pauschale Abstandsregelung von 1000 Metern zu den nächstgelegenen Wohnhäusern. Zwar können die einzelnen Bundesländer hier Ausnahmeregelungen einführen, letztlich entstehen aber vor allem zunächst einmal mehr Gesetzestexte und Papierkram.

"Bei Windenergie an Land ist das Klimapaket geradezu kontraproduktiv. Pauschale Abstandsregelung, keine verbindlichen Genehmigungserleichterungen und ein fehlendes Mengengerüst bieten keine positive Perspektive. Windenergie muss ein wichtiges Standbein der Klimapolitik bleiben. Das Signal von heute gefährdet die Entwicklung der Windenergieindustrie gerade im internationalen Wettbewerb um Standorte und steht im Widerspruch zum Bekenntnis von Bund und Ländern beim kürzlich veranstalteten 'Windgipfel', bringt Matthias Zelinger, Geschäftsführer VDMA Power Systems das derzeitige Dilemma auf den Punkt.

Gerade die Genehmigungen stellen in Deutschland noch immer eines der größten Probleme dar. Die Zahl der neu erteilten Genehmigungen ist weiterhin deutlich zu niedrig, um die jährlichen Ausschreibungsvolumina bedienen zu können. Während im ersten Quartal 474 MW Windturbinenleistung genehmigt wurden, fiel der Leistungsumfang im zweiten Quartal auf 294 MW. Im dritten Quartal legte der Wert wieder zu auf 424 MW neu genehmigte Leistung. „Die Genehmigungslage verharrt seit nunmehr fast drei Jahren auf niedrigem Niveau, ohne dass ein Aufwärtstrend absehbar würde“, so die Fachagentur.

Ist die Genehmigung dann erteilt, folgen die nächsten Hürden in Form von den vielen Klagen, infolge derer der Bau der Windturbinen mindestens verzögert, wenn nicht gar unmöglich wird. Eine Mitte des Jahres durchgeführte Branchenumfrage der FA Wind ergab, dass mindestens 700 MW genehmigte, aber noch nicht realisierte Windenergieleistung derzeit beklagt werden, wovon rund 380 MW mit einem Zuschlag ausgestattet sind. Im Schnitt dauern die Gerichtsverfahren zwei Jahre; Zeit, in der die Anlagen in aller Regel nicht in Betrieb gehen dürfen.

"Seit Monaten machen wir ganz konkrete Vorschläge, um zusammen mit der Politik den Genehmigungsstau bei der Windenergie endlich zu lösen. Doch die politische Reaktion aus Berlin zeigt uns, dass die Krise der Windbranche schlichtweg nicht ernstgenommen wird. Wichtige Entscheidungen werden wegdelegiert, Handlungszeiträume bis ins nächste Jahr gestreckt, während die wöchentlichen Meldungen um Arbeitsplatzverluste ein Handeln heute verlangen. Wer die Branche nötigt, derart lange die Luft anhalten zu müssen, braucht sich am Ende nicht wundern, wenn sie an Atemnot verstirbt“, verschafft sich BWE-Präsident Hermann Albers Luft.

Dass sich in den verbleibenden drei Monaten noch viel ändert ist nicht zu erwarten, weshalb die bis zum Jahresende neu installierte Leistungsmenge wahrscheinlich nicht einmal 1.000 MW erreicht.

Zu wenig, um auch nur im Ansatz die Pläne der Bundesregierung zum Klimaschutz von 65 Prozent Erneuerbaren für 2030 zu erreichen. Und zu wenig, um dauerhaft das Überleben der Windindustrie in Deutschland zu sichern. Der Verlust von Arbeitsplätzen in den letzten zwei Jahren wird momentan auf ca. 40.000 geschätzt. Diese Zahl dürfte sich weiter erhöhen, wenn nicht endlich ein energisches Eingreifen der Politik einsetzt.


Quelle: windmesse.de 23.10.2019





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Neu installierte Windenergieleistung (brutto) nach jeweils neun Monaten; Daten: BNetzA, ÜNB (01-07/2014) (Auswertung und Grafik: FA Wind)

 

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